Kantine Chemnitz || Negative Vergesellschaftung. Tagesseminar zu Materialistischer Rassismusanalyse || 09.08.2026 || Chemnitz
Sonntag, 09.08., 11-17 Uhr - Lesecafé Odradek, Leipzig Straße 3, 09113 Chemnitz.
Nach längerer Pause laden wir alle Interessierten ein, gemeinsam mit Lukas Egger und uns über Ansätze für eine materialistische Rassismusanalyse zu diskutieren.
Wer Rassismus ausgehend von der marx‘schen Gesellschaftsanalyse verstehen möchte, ist mit einer Vielzahl von einander teils widersprüchlichen Erklärungen konfrontiert. Muss man Rassismus als Struktur oder als Ideologie verstehen? Ist Rassismus ein modernes Phänomen oder gibt es ihn schon seit der Antike? Welche Rolle spielt der Begriff der Rasse im Verstehen des Rassismus? Und in welchem Verhältnis stehen Rassismus und Kapitalismus?
Diese und weitere Fragen wollen wir im Workshop diskutieren. Dabei wird es auch darum gehen, die Suche nach dem richtigen Begriff des Rassismus mit der historischen Analyse zu verbinden. Ausgehend von der Betrachtung der kolonialen Sklaverei in Amerika wollen wir uns vergleichend mit aktuellen Konjunkturen des Rassismus in Deutschland beschäftigen.
Da die Plätze begrenzt sind, möchten wir euch bitten, euch über kontakt[at]kantine-festival.org anzumelden. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Lukas Egger lebt in Wien und hat dort Politikwissenschaft studiert. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich der marxistischen Theorie, der historischen Sklavereiforschung sowie der Rassismus- und Staatstheorie.
Aktuelle Veröffentlichungen: Marx, Engels und der Rassismus ihrer Zeit (2025); Die dunkle Seite der Hegemonie. Thesen zu Rassismus und Staatlichkeit aus der Perspektive materialistischer Staatstheorie, in: Jahrbuch für marxistische Gesellschaftstheorie (1/2022); Reduced to Brutish Nature. Racism and the Law of Value, in: Historical Materialism. Race and Capital Special Issue (2023) sowie Ein immerwährendes Brandmal? Rassismus und die Regulation der kolonialen Sklaverei in Anglo-Amerika (2024).
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Das Kantine-Festival ist ein jährlich stattfindendes Theoriefestival im soziokulturellen Zentrum Subbotnik in Chemnitz. Eine Woche lang widmet sich das Festival politischen, gesellschaftlichen und historischen Fragestellungen und bietet Raum für intensiven Austausch, kritische Reflexion und gemeinsames Lernen. Es versteht sich als Plattform für gesellschaftskritisches Denken und will lockeres Beisammensein und politische Diskussionen in einem emanzipatorischen Sinne miteinander verbinden.
Jede Ausgabe der Kantine steht unter einem thematischen Schwerpunkt und setzt sich mit dem Leben und dem Werk von politischen DenkerInnen bzw. mit der Geschichte und Theorie linker Bewegungen auseinander.
Neben dem inhaltlichen Programm schafft das gemeinschaftliche Umfeld – mit Campingmöglichkeiten, gemeinsamem Essen und niedrigschwelligen Angeboten – einen Raum, in dem Austausch und Begegnung im Mittelpunkt stehen. Die Kantine lädt dazu ein, Wissen zu teilen, neue Impulse zu gewinnen und sich miteinander zu vernetzen.





